Historie

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Im Februar 1946 wurde der SV Großenbrode offiziel aus der Taufe gehoben. Damit hatte auch Großenbrode einen Sportverein. Es gab zwar früher schon den Luftwaffensportverein, der beachtliche Erfolge erzielen konnte. Doch war dieser nur für die Soldaten und Bedienstete des Fliegerhorstes gedacht. Dementsprechend gab es keine Kontinuität zum SVG. Dessen Vereinsfarben waren zunächst blau-weiß, wurden aber bald, als man sehen mußte, daß auch andere Vereine diese Farben trugen, in das Grün-weiß geändert, das heute noch gilt. Der Verein wuchs innerhalb kürzester Zeit rasant an. Viele Sparten wurden gegründet, Fußball, Feldhandball, Boxen, Tischtennis, … .Der SVG stand jedem offen. So bildeten einige Jugoslawen das Rückgrat der Großenbroder Fußballmannschaft, die mit diesem Stamm beachtliche Erfolge erzielte. 1948 bildete sich innerhalb des SVG eine Laienspielchar, die viele kulturelle und musikalische Aufführungen inszenierte. Doch mit dem Fortzug vieler Flüchtlinge und Displaced Persons ab 1949 verlor der Verein viele Mitglieder und einige Leistungsträger, so die vielumjubelten Jugoslawen, von denen einer später sogar beim SV Werder Bremen Bundesligatorwart wurde. Mit den Leistungsträgern schwanden die Erfolge, mit den Erfolgen die Motivation, mit der Motivation weitere Mitglieder. Aus diesem Teufelskreis konnte sich der SVG nicht befreien. 1954 löste er sich auf. Doch nicht für lange Zeit! Denn die Großenbroder, ob alteingesessen oder zugezogen, hatten sich an ihn gewöhnt; ihnen fehlte etwas. So verstummten nie die Stimmen, welche die Wiederbelebung forderten. 1958 war es dann soweit. Der SVG erblickte zum zweiten Mal das Licht dieser Vereinswelt und erfreut sich seitdem fortwährender Beliebtheit in Großenbrode. 1971 wurde innerhalb des SVG der Großenbroder Spielmannszug gegründet.